Phoniatrie · Stimme · Musikermedizin

Stimme

Diagnostik und Behandlung von Stimmproblemen – mit besonderer Erfahrung bei Sängerinnen, Sängern, Sprecherinnen, Sprechern und Musikern.

Stimmmedizin

Die Stimme hat in einer kommunikationsgeprägten Welt eine große soziale und berufliche Bedeutung. Stimmprobleme sind häufig und können Menschen je nach Beruf sehr unterschiedlich beeinträchtigen.

Bei Beschwerden steht am Anfang eine umfassende Stimmdiagnostik. Dabei klären wir mögliche anlagebedingte, gewohnheitsbedingte, durch hohe Stimmbelastung entstandene oder psychische Ursachen ab und legen anschließend die passende Therapie fest.

Viele Stimmstörungen lassen sich mit einer ärztlich verordneten Stimmtherapie behandeln. Bei bestimmten organischen Veränderungen kann zusätzlich eine stimmverbessernde Operation sinnvoll sein.

Sängermedizin

Professioneller Gesang stellt höchste Anforderungen an die Stimme. Die medizinische Betreuung der Sängerstimme wird deshalb als eigener Bereich der „Vocal Arts Medicine“ betrachtet.

In unserer Praxis stehen dafür moderne Untersuchungsverfahren wie Stroboskopie, Stimmfeldmessung und Stimmanalyse zur Verfügung. Dr. Ursmar Kleiner ist selbst Sänger und bringt diese Erfahrung in die Betreuung professioneller Stimmen ein.

Phonochirurgische Eingriffe sind nur selten notwendig. Wenn sie erforderlich sind, können sie je nach Befund indirekt oder in Narkose durchgeführt werden.

Musikermedizin

Musiker benötigen eine medizinische Betreuung, die die besonderen Belastungen ihres Instruments und ihres Berufs berücksichtigt. Bei Bläsern können beispielsweise Probleme im Mund-, Zahn- und Kehlkopfbereich oder allergische Reaktionen auf Metalle auftreten. Streicher leiden häufig unter Beschwerden des Bewegungsapparats; in allen Instrumentengruppen können außerdem neurologische Probleme vorkommen.

Von besonderer Bedeutung ist das Gehör. Neben altersbedingten Veränderungen können hohe Schallpegel im Orchester oder am Instrument das Hörvermögen beeinträchtigen. Für Musiker ist ein möglichst gut erhaltenes Gehör deshalb von zentraler Bedeutung.

Konservative Stimmtherapie

Akute Entzündungen

Bei akuten entzündlichen Stimmerkrankungen steht die Stimmschonung im Vordergrund. Angestrengtes Flüstern und lautes Sprechen sollten vermieden werden. Je nach Befund können schleimlösende Medikamente, Inhalationen zur Befeuchtung und Abschwellung sowie entzündungshemmende Medikamente oder Antibiotika eingesetzt werden.

Funktionelle und psychogene Stimmstörungen

Bei funktionellen Stimmproblemen ist häufig eine gezielte Stimmübungsbehandlung sinnvoll. Auch psychische Belastungen können die Stimme deutlich beeinflussen und müssen bei der Therapie berücksichtigt werden.

Operative Stimmtherapie

Bestimmte Veränderungen der Stimmlippen – zum Beispiel Polypen, Zysten, Reinke-Ödeme oder Folgen einer Stimmlippenlähmung – können eine Operation erforderlich machen. Auch bei einer ausgeprägt kraftlosen Altersstimme kann im Einzelfall über eine operative Verbesserung nachgedacht werden.

Je nach Befund erfolgt der Eingriff direkt in Narkose unter dem Operationsmikroskop oder indirekt mit einem gebogenen Instrument unter endoskopischer Kontrolle. Entscheidend ist eine besonders präzise und schonende Operationstechnik.

Sänger- / Sprechernotfall

Bei akuten Stimmproblemen vor einem Auftritt gilt zunächst: Stimme schonen. Eine frühzeitige Untersuchung ist wichtig, um einzuschätzen, ob ein Auftritt möglich ist und ob durch weitere Stimmbeanspruchung eine Schädigung droht.

Bitte weisen Sie bei der Anmeldung darauf hin, wenn Sie professionell als Sängerin, Sänger, Sprecherin oder Sprecher arbeiten. In absoluten Stimm-Notfällen erreichen Sie die HNO-Belegklinik unter 07031 66829520.

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